Das Ende der Unschuld

ich wollte ja Anfang der 90iger auch gerne NeoNazi werden. Ich mochte keine Menschen und hab gern Springerstiefel getragen, außerdem hätten sich meine Eltern sicher über das gute Gehalt und die Aufstiegschancen im sächsischen Innenministerium gefreut. Aber ich konnte trotz Fernsehen schauen und Zeitung lesen mich einfach nicht dazu durchringen die Menschen wegen ihrer Herkunft oder Hautfarbe oder irgendwas wo sie nix dafür konnten zu hassen. Wegen diesem, wahrscheinlich erblich bedingten Manko, bin ich halt Misanthrop und Rock n Roller geworden. Schlechte Aufstiegschancen … naja. Und nun ? Nun muss ich das hier lesen!!! Die waren gar nicht unschuldig!! Alle nicht, die nichts dagegen gemacht haben!:

Foto: Daniel Carsenty

Triangular Stories besteht aus zwei je 15 Minuten langen Videos, die im Jahr 1992 spielen – das Jahr mit der höchsten Zahl rechtsextremistischer Überfälle in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. 27 Tote forderten sie. “Terror” zeigt, wie sich die drei Freunde “Böhni” (damals 15 Jahre alt), Beate (17) und Uwe (19) ihre Zeit in Jena vertreiben. Sie filmen sich gegenseitig dabei, wie sie in Beates Zimmer in der mütterlichen Plattenbauwohnung streiten und kuscheln, wie sie in ihrer verlassenen Schule randalieren und auf der Straße Passanten anpöbeln. Das zweite Video “Amnesia” zeigt ein gleichaltriges Trio, das einen Kurzurlaub auf Ibiza gebucht hat, um in dem legendären gleichnamigen Techno-Club die Nächte durchzutanzen und Ecstasy zu nehmen.

via Das Ende der Unschuld – Freie Presse.

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