Postdemokratie in der Praxis

So heute hab ich meine erste postdemokratische Entscheidung getroffen! War viel leichter als ich dachte und hat wirklich Spaß gemacht. Hab mich dabei auf ein, besonders in der deutschen Postdemokratie, beliebtes Stilmittel berufen: dem Extremismusvorwurf.
Alles alles was nicht ins Konzept passt, ist nicht in der Mitte und damit undemokratisch! Wichtig ist auch die unliebsame Meinung mit anderen “extremen” Meinungen gleichzusetzten (und zwar möglichst mit wirklich abartigen) um zu zeigen, daß der Extremismus was Schlimmes ist (geht auch bei Geschichte z.b. war die DDR genauso schlimm wie der Faschismus – das ist zwar hanebüchenter Unsinn – stellt aber unliebsame Gesellschaftssysteme kalt – und heute glaubt diesen Unsinn ja schon fast jedes Kind).

Wie hab ich das nun angewendet?

Wir wohnen ja in den Bergen und da gibt es bekanntlich viele Bäume. Auch bei uns auf dem Hof gibt es viele Bäume und die muss man beschneiden bzw. fällen. Da gibt es nun 3 Ansichten dazu : so gut wie gar nichts machen (konservativ) fast alles weg machen (radikal) und ein schöner Mix aus Sonne und Schatten (Mitte). Wie ihr wisst gehör ich zur Mitte. Durch das Sich-nicht-einigen-können, haben die konservativen immer gute Karten – da sich ja keiner einigen kann auf ein bestimmtes Vorgehen. Die radikalen können ihrs nur durch einen revolutionären Akt durchziehen.

Ich hab aber Glück ich bin “Mitte” und habe heute früh mit den zufällig anwesenden, anderen Vertretern der “Mitte” die anderen Bewohner zu Extremisten erklärt! Das ist echt cool! Keine sinnlosen Diskussionen und trotzdem haben pseudodemokratisch entschieden. Nur akzeptieren wir spaltende oder Stillstand Meinungen einfach nicht weil sie “extrem” sind!  Und schwupp alles schön auf dem Hof! Cool!

Und obwohl wir noch nie Demokraten waren – haben wir eine tolle demokratische Entscheidung getroffen! Ein guter Tag für unsere Wertegemeinschaft!

Die verrückteste “Behörde” der Republik

Der Generation meiner Eltern wurde ja nach der Wende gesagt : Ihr vorheriges Leben sei nichts wert gewesen da sie ja in einem Unrechtsstaat gelebt hätten. Klar Sie haben sich damals gegen die Bevormundung des Staates gewehrt , haben durch zivilen Ungehorsam und durch simples Zusammenhalten aller Bevölkerungsschichten diesen “Auswüchsen des Staates” ein Ende gesetzt. Aber das galt nix – gewonnen hat die BRD und zwar aus historischer Überlegenheit … äähh? ja oder so..

Am Tag sterben im Durchschnitt 6 Menschen an den Unrechtsgrenzen-Grenzen des Westblocks! Hier ein Teil der Toten von voriger Woche!

Erkennen konnte man den Unrechtsstaat vor allem an zwei Dingen an den Toten an der Grenze und an der Überwachung der eigenen Bevölkerung – speziell derer die man nicht so mag. Alleine vorige Woche sind an unserer Grenze 3mal mehr Menschen gestorben als an der alten Grenze in 40ig Jahren (okay diese Vergleich ist unzulässig da jeder Tote einer zu viel ist – aber so tun als wär es heute irgendwie besser ist noch VIEL unzulässiger!) und ich denk zur Überwachung der eigenen Bevölkerung wurde genug gesagt in der letzten Zeit!

Aber das ist echt Unglaublich (siehe Artikel unten)!!! Wir müssen diese Behörden und Unterdrückungsmaschinen abschalten! Das kann doch keiner wollen, das sind (genau wie die Stasi) kranke Auswüchse des Kalten Krieges. Bloß mit dem Unterschied das die Stasi Vergangenheit aufgearbeitet wurde ( gilt übrigens auch für die Partei “Die Linke” keine Partei musste sich intensiver mit ihrer Vergangenheit beschäftigen als die) Würde mich echt mal interessieren wie viele Stasibüttel und Wendehälse in der CDU sind – mal von den kalten “West”Kriegern völlig abgesehen.

Reaktionär und rückwärtsgewandt: Westdeutsche Extremisten! Wo bleibt der Verfassungsschutz??

Frau Pau, um die es hier eigentlich geht, ist übrigens seit 2006 Vizepräsidentin des Bundestages… nur mal zur Info! Wenn Frau Pau “extremistisch” ist dann sind ALLE anderen auch “extremistisch”. So ein Bullshit!

Der Verfassungsschutz weigert sich, der Linken-Abgeordneten Petra Pau Akteneinsicht zu gewähren. Begründung: Der Arbeitsaufwand sei zu groß. Damit verrät die Behörde Sinn für Humor eines Wahnsinnigen.

Die Linken-Politiker Bodo Ramelow und Petra Pau haben eines gemein – ihre Beobachtung durch den Verfassungsschutz war verfassungswidrig. Für Ramelow hat dies das Bundesverfassungsgericht soeben bestätigt, für Pau noch nicht. Immerhin ist in der Causa Pau nun bekannt geworden, wie hartnäckig, gründlich und unbeirrbar der Verfassungsschutz die Vizepräsidentin des Bundestags über Jahre hinweg ausgespäht hat.

Die Beobachtung war so intensiv, dass sich die Behörde außerstande sieht, Pau Akteneinsicht zu gewähren. Ein Sachbearbeiter, ließ das Amt über seinen Rechtsanwalt ausrichten, benötige zur Aufbereitung der 400 digitalisierten Aktenstücke 6o Arbeitsstage, was unverhältnismäßig, also unzumutbar sei. Die verrückteste Behörde der Republik | Meinung – Berliner Zeitung. via Fefes Blog.