The Valley of Sound (Klingenthal) I’m back again!

Today I’ll go back to Klingenthal/Markneukirchen the valley of sound – a small area full of luthier workshops and manufactures .. the heaven for all guitarists!

Heute fahr ich mal wieder nach Klingenthal/Markneukirchen im schönen Vogtland – da werden seit Jahrhunderten Instrumente hergestellt und seit den 1930iger Jahren meine geliebten Schlag(Jazz)gitarren – das ist echte Kunst dort! Das gelobte Land für Musiker!

Das Ende der Gitarrenmusik

Die Welt hat mich überholt, ich bin Gitarrist. Gitarristen braucht keiner mehr. Es ist ein Anachronismus, ein Produkt des letzten Jahrhunderts. Ich denk die “Indie Bewegung” war das letzte Aufbäumen der Musikindustrie zum etablieren ihres alten Geschäftsmodells “die Band”. Wahrscheinlich wird es nie mehr so sein, dass ein Schlagzeug , ein Bass und zwei Gitarren auf einer Bühne gespielt werden (natürlich wird es das immer geben aber es wird, außer in Nischen, keine Rolle mehr spielen). Seit dem Aufkommen der Smartdevices, hat sich die Musik radikal verändert. Wie bei jeder Änderung der Produktionsmittel (wie das Aufkommen des Radios, der Schallplatte, des Verstärkers, des Verzerrers, des Synthesizers, der Mehrspuraufnahme usw usf….) ändert sich die Kultur und damit die Musik grundlegend. Heute hört und produziert man Musik über diese Geräte … eine Gitarre oder schwingende Saiten haben da keinen Platz. Auch klassisches Songwriting mit Strophe und Refrain scheint verschwunden zu sein. Es gibt 1000e flächige Songs, wie sie sich mit dem Techno etabliert haben. Heute durchdringt diese Art der Musik alles .. auch “klassische” Bands , wenn sie was bedeuten wollen, orientieren sich an dieser neuen Songstruktur.  Die Band an sich stirbt aus.

Für mich stellt sich da die Frage: Wie soll es weiter gehen? Gutes Gitarrenspiel und Songwriting sind Sachen die man sehr lang lernen muss und die eine bedingungslose Hingabe erfordern .. bloß … wer brauch das noch? Welche Relevanz und Berechtigung hat das noch in dieser Zeit. Ist man nicht der Anachronismus vom Anachronismus? Also eig. konservativ im schlechtesten Sinn des Wortes? Will man was erhalten was nicht mehr in die Lebenswirklichkeit der unter 30ig Jährigen gehört (und das sind nun mal die Musikkonsumenten)? Keine Ahnung?!

Die Liveclubs sterben aus , Musiker werden durch DJs ersetzt. Letztens haben wir in Berlin gespielt. In einem kleinen angesagten Club. Der Besitzer war sehr darauf bedacht das wir bis 23:00 “fertig” sind .. mit 2 Bands! 23 Uhr! Fertig!? Da fangen wir normalerweise an! Ich fragte mich warum? Als wir spielten war der Club zur Hälfte gefüllt. Das Konzert war gut. Als wir 23:15 alles abgebaut hatten, füllte sich der Club rasant, ein DJ kam und alle tanzten. Bizarr: da der DJ sehr gute Musik spielte, nämlich die selbe die wir gerade auf der Bühne geboten hatten. Hätte er ein Lied von uns gespielt wären alle ausgerastet .. nur haben wir das eine Stunde vorher live gespielt, völlig unbemerkt von der Partycrowd die sich wohl niemals dafür interessieren wird.

Nun will ich nicht jammern aber man fragt sich doch: macht es noch Sinn? Ist die Musik die wir machen nicht schon zur genüge da .. kommt da noch was? Wahrscheinlich nicht. Die Welt verändert sich, es gibt eine Zukunft wie immer die aussehen mag? Ich weiß nicht ob ich in dieser Welt einen Platz haben werde oder haben will…

UPDATE: Okay eigentlich hat das ja noch nie wirklich jemanden interessiert, was wir so an Musik machen und mich interessiert nicht ob es jemanden interessiert. Aber ich mach mir Gedanken.. Es ist auch gut, dass sich alles entwickelt. Underground will never die .. das steht ja mal fest :)