Blame the South (East) … dann waren wir es wenigstens nicht!

Man kann es jetzt in den USA wieder wie unter einem Brennglas sehen: Jahrzehntelange Ausplünderung des Sozialstaates, der Gesundheitsfürsorge, die unglaublich Ausplünderung der Armen, das unglaubliche Ungleichgewicht, die extreme Machtkonzentration bei Reichen und Militärs. Wieso ist das nicht das Thema der sog. Liberalen/Demokraten, des progressiven Bürgertums? welches die Macht und die Möglichkeiten hat sich dagegen aufzulehnen. Dagegen werden Themen immer und immer wieder um sich selber gedreht – wichtige Themen wie Rassismus und Antisemitismus – aber sie werden ohne Radikalismus oder kritische Theorie zu stumpfen Waffen zu Selbstreferenz auf der Seite der “Guten” zu sein.. oft reicht es ja nun auch schon im Westen oder Norden zu leben um edel zu sein.

Man fragt sich auf welcher Seite stehen diese “Antirassisten”? Die den Rassismus nur deutlich in Ostdeutschland oder in den Südstaaten sehen – niemals aber das zynische System von dem sie leben in Frage stellen. Die scheinbar Rassismus auslagern können, aus ihrer Welt, und niemals das struckturell-kolonialistisch-rassistische System in Frage stellen. Aber irgendeinen Abgehängten als Grundübel bekämpfen.

Und sie wissen es besser – selbst Superschurke Steve Bannon , König der Einfältigen und selber aus bürgerlichem Lager sagt es völlig offen:

“The Democrats,” he said, “the longer they talk about identity politics, I got ’em. I want them to talk about racism every day. If the left is focused on race and identity, and we go with economic nationalism, we can crush the Democrats.”

Wenn es denn einer ist, dann wird der Kampf an falscher Stelle geführt – feige, Konsequenzlos, gegen Schwächere – mit dem selben Ziel wie die Neoliberalen oder die Nationalisten um sein eigenes Schäfchen ins Trockene zu bringen um sich selbst gut zu fühlen  oder wie Telepolis Autor Hermann Ploppa  treffend schreibt:

Um einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den Übeln: Rassismus, Homophobie und Sexismus näher zu kommen, stände es den USA gut an, ehrlich einzugestehen, dass die oben genannten Übel ein Problem der gesamten Gesellschaft der USA darstellen, die man nicht auf eine relativ wehrlose Verlierergruppe wie “die Südstaaten” projizieren darf.

Mit düsteren Prognosen am Ende:

Indes besteht wenig Hoffnung auf eine heilende Selbsterkenntnis der US-Gesellschaft. Die USA ist zerfallen in egoistische Gruppen, es gibt kein einigendes Band. Den ratlosen Eliten bietet sich in einer solchen Situation eine Schnelltherapie gegen galoppierende Desintegration an: Die Ausrufung eines Krieges könnte die verfeindeten Gruppen wieder um ihren Präsidenten scharen.

Wahrscheinlich ist das, dass Ziel: Zuwachs von Macht durch Krieg.. und da nehmen sie sich alle nichts die Trumps, Clintons, Obamas und Bushs und wie sie alle heißen..

Die Entwertung der Lebensleistung

Wie der “Westen” mit Arroganz den “Osten” schuf und an ihm krepieren wird! Die Demütigung der DDR-Bürger hat eine Dimension die man sich kaum vorstellen kann. Das hat nachhaltig Gift erzeugt in einer Gesellschaft die sterben muss und wird. Vor allem die Westdeutschen, die seit 20ig Jahren als Kannibalen des DDR Kadavers leben werden großes Leid erfahren. Wissen die nur noch nicht.. meine Generation ist mit völliger Ablehnung der Gesellschaft aufgewachsen. Niemand fühlt sich hier als “Deutscher” (ja die Nationalisten auf die ihr im Osten gern zeigt, sind die letzten Idioten die noch um eure “gesamtdeutsche” Anerkennung betteln. Selbst das merkt ihr in eure Arroganz nicht!) Wir haben uns befreit von euch – nach Vergewaltigung und Entmündigung.. und wie die Briten beim Brexit werdet ihr euch vor laufenden Kameras selber die Gurgel durchschneiden – aus reiner Dummheit!

Danke an fefe für den Link zu folgendem Artikel (im übrigen ist der ein “Westdeutscher”) und das erinnert mich – es geht nicht um West – Ost sondern um eine Ideologie. Nicht gegen Menschen oder gar Himmelsrichtungen…

Vom Ende der Sprachlosigkeit

Seitdem trifft Köpping Bergleute und Krankenschwestern, deren Rentenbeiträge aus der DDR heute nicht mehr anerkannt werden, sie sitzt mit Künstlern zusammen, die nach der Wiedervereinigung in Existenznot gerieten, spricht mit in der DDR geschiedenen Frauen, die heute vielfach in Altersarmut leben, weil es keinen Versorgungsausgleich gab. In Leipzig erzählen ihr DDR-Eisenbahner, wie ein Werk nach dem anderen im Osten dichtgemacht wurde, nachdem die Bundesbahn übernahm. Noch mehr aber regt sie auf, dass ihre Betriebsrenten, für die sie Beiträge zahlten, „einfach weggewischt“ wurden. Stattdessen verkaufte die Bundesbahn die Filetgrundstücke der Reichsbahn in Ost-Berlin und füllte mit dem Erlös ihre gähnend leere Pensionskasse auf. Das Nachsehen hatten die Ost-Bahner, die keinen Anspruch darauf haben. „Die Renten der West-Bahner werden auch zu unseren Lasten gezahlt“, sagt ein Mitarbeiter und beklagt zugleich, in der mehrheitlich westdeutschen Gewerkschaft keinerlei Unterstützung zu finden.

Quelle: Vom Ende der Sprachlosigkeit – F.A.Z. PLUS

Neues aus den blühenden Landschaften!

Es ist Frühling! Fefe hat sich in dem blühenden Landschaften umgesehen und Wunderschönes entdeckt:

Gericht billigt 1,54 Euro Stundenlohn

09.04.2014 · Das Gerichtsurteil ist überraschend: Sittenwidrig niedrige Stundenlöhne können als Integrationshilfe in den Arbeitsmarkt legal sein – wenn der Staat das Gros der Lebenshaltungskosten zahlt.

via Lohndumping: Gericht billigt 1,54 Euro Stundenlohn.

“Diese Löhne seien zwar auch in strukturschwachen Regionen wie der Niederlausitz sittenwidrig, urteilte das Gericht”

Sogar in der Niederlausitz sittenwidrig!!! Unglaublich! Wo doch jeder weiß, daß in der Niederlausitz überhaupt gar nichts sittenwidrig ist! Mein Gott das ist im O..S..T..E..N! Die machen alles! Zum Glück hat das Gericht sich nicht von der “Menschlichkeit” einlullern lassen und richtig entschieden! Keinen Fuß breit den Hungerleidern! Weiter so!